Die Hochschulen werden in erster Linie von den Bundesländern finanziert, und so hat auch das Bildungsministerium des Landes Schleswig-Holstein die Chancen erkannt, die in der Förderung von Projekten zu Themen dieser neuen Technologien liegen:Gudrun Breitzke - September 1998Im Jahr 1997 wurde das Forschungsprojekt Multimedia an Hochschulen für Frauen an der Fachhochschule Lübeck bewilligt. Dieses über drei Jahre laufende Projekt wird im Rahmen des Hochschulsonderprogrammes „Verbesserung der Strukturen im Hochschulbereich - Multimedia“ vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein mit einem Finanzvolumen von DM 400.000,- gefördert.
Aus dem Projekttitel bereits ersichtlich, daß es heirbei um zwei Schwerpunkte geht: die Vermittlung medialer Kompetenz unter besonderer Berücksichtigung des frauenspezifischen Zugangs zu neuen multimedialen Technologien und Nutzungsformen.Konkret wird im Rahmen dieses Projektes ein neuartiges Lehr- und Lernkonzept erarbeitet mit dem Ziel, für Studentinnen aller Fachbereiche der Fachhochschule ein zusätzliches Studienmodul aufzubauen, über das besondere Zusatz-qualifizierungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien erlangt werden können.
Es ist erklärtes Ziel der Politik, daß Frauen zukünftig aktiv und mitverantwortlich die Entwicklung neuer Technologien und der Wissensgesellschaft mitgestalten. Durch die Umsetzung des neuen Lübecker Studienmoduls wird in diesem Sinne ein erster Schritt getan zur Verbesserung der Zugangschancen von Frauen zu den zukunftsträchtigen multimedialen Bereichen der technischen Berufe.
Die Möglichkeit einer zusätzlichen Qualifizierung im Studienangebot soll die Fachhochschule Lübeck zudem noch attraktiver für Frauen machen, die Ingenieurin in einer der interessanten technisch-wissenschaftlichen Fachrichtungen werden wollen!